In Omsk wurde die Kunstausstellung „Erbe in Farben“ eröffnet, die Werke zeitgenössischer Künstler aus den Reihen der Russlanddeutschen vereint. Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Reihe von Kunstlaboren und widmet sich dem historischen und kulturellen Erbe der deutschen Siedlungen im Wolgagebiet.

In der Evangelisch-Lutherischen Kirche des Urals, Sibiriens und des Fernen Ostens fand die feierliche Eröffnung der Ausstellung „Erbe in Farben“ statt. Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Reihe von Kunstlaboren, in deren Rahmen Künstler aus den Reihen der Russlanddeutschen – von St. Petersburg bis Krasnojarsk – eine kreative Expedition in das Wolgagebiet unternommen hatten. Ziel der Reise war es, tief in die Geschichte und das kulturelle Erbe der Vorfahren einzutauchen.

In den ausgestellten Werken haben die Künstler einzigartige Baudenkmäler, lutherische Kirchen sowie Ausschnitte aus dem Alltag deutscher Gemeinden vergangener Jahrhunderte festgehalten. Mit ihren Gemälden wollten die zeitgenössischen Meister die Atmosphäre historischer Siedlungen sorgfältig wiedergeben und die Erinnerung an das Leben der Russlanddeutschen bewahren.

In den ausgestellten Werken haben die Künstler einzigartige Baudenkmäler, lutherische Kirchen sowie Szenen aus dem Alltag deutscher Gemeinden vergangener Jahrhunderte festgehalten. Mit ihren Gemälden wollten die zeitgenössischen Meister die Atmosphäre historischer Siedlungen sorgfältig wiedergeben und die Erinnerung an das Leben der Russlanddeutschen bewahren.

Die Direktorin des Deutsch-Russischen Hauses in Omsk, Elisaweta Graf, begrüßte die Gäste mit einem Grußwort. Ihren Worten zufolge wurde das Projekt für die Teilnehmer und Zuschauer zu einer Art Zeitreise.

„Für uns war dieses Projekt eine Art Zeitreise. Die Künstler haben eine enorme Arbeit geleistet: Sie haben die Geschichte buchstäblich Stück für Stück zusammengetragen und das alte Wolgagebiet auf ihren Leinwänden wieder zum Leben erweckt. Wenn wir diese Bilder betrachten, sehen wir nicht nur architektonische Denkmäler, sondern das Fundament des Lebens, auf dem die Existenz der deutschen Bevölkerung in Russland aufgebaut war.“

Diese Bilder sind aus der Vergangenheit in unsere Gegenwart zurückgekehrt und helfen uns, unsere Wurzeln besser zu spüren – bemerkte Elisaweta Graf.

Der Stellvertreter des Erzbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands und Propst der Region Sibirien, Wladimir Winogradow, betonte die Symbolik der Ausstellung gerade innerhalb der Kirchenmauern.

Stellvertretender Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands und Propst der sibirischen Region Wladimir Winogradow

Stellvertretender Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands und Propst der sibirischen Region Wladimir Winogradow

„Für uns ist es besonders wertvoll, dass die Ausstellung „Erbe in Farben“ genau hier, in unserer Kirche, eröffnet wurde. Dieser Zufall ist kein Zufall: In diesem Jahr feiern wir das 450-jährige Jubiläum der Lutherischen Kirche. Solche Ereignisse zeigen deutlich die untrennbare Verbindung zwischen Glauben, Geschichte und Kunst, die seit jeher die Grundlage unseres Daseins war und bleibt“, sagte er.

Die Eröffnung der Ausstellung fand im Rahmen des Netzwerkprojekts „Offene Treffen“ des Internationalen Verbands der deutschen Kultur (IVDK) statt. Als Referent trat der Künstler und Koordinator der künstlerischen Richtung des Kreativ-Verbands der Russlanddeutschen (KVRD), Dmitrij Krell aus Jekaterinburg, auf.

„Wir glauben, dass Kunst eine der wirkungsvollsten Methoden ist, um über unser Erbe zu sprechen. Diese Ausstellung ist ein eindrucksvoller Beweis dafür. Hier in der Lutherischen Kirche, wo Glaube und Geschichte miteinander verwoben sind, sehen wir, wie Künstler die Seele der deutschen Gemeinde eingefangen haben. Sie erinnert uns an unsere Wurzeln und daran, wie wichtig es ist, diese für zukünftige Generationen zu bewahren“, betonte Dmitrij Krell.

Künstler und Koordinator der Kunstrichtung der Kreativen Vereinigung der Russlanddeutschen Dmitrij Krell

Künstler und Koordinator der Kunstrichtung der Kreativen Vereinigung der Russlanddeutschen Dmitrij Krell

Die Ausstellung „Erbe in Farben“ ist vom 4. bis 28. März 2026 in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Sibiriens, des Urals und des Fernen Ostens in Omsk, Roschdestwenskogo-Straße 2/1, zu sehen.


Das Projekt wird mit Unterstützung des Internationalen Verbandes der Deutschen Kultur im Rahmen des Förderprogramms für die Russlanddeutschen in der Russischen Föderation umgesetzt.